Sexuelle Unzufriedenheit in der Partnerschaft entsteht selten isoliert. Häufig wirken mehrere Ebenen zusammen, die sich gegenseitig beeinflussen.
Auf körperlicher Ebene können hormonelle Veränderungen, Erschöpfung, Stress oder gesundheitliche Themen eine Rolle spielen. Auch Lebensphasen wie Schwangerschaft, Geburt, Wechseljahre oder Erkrankungen verändern das sexuelle Erleben – oft schleichend und schrittweise.
Auf emotionaler Ebene zeigen sich häufig ungeklärte Spannungen, unausgesprochene Erwartungen oder das Gefühl, nicht wirklich gesehen zu werden. Nähe braucht emotionale Sicherheit. Wenn diese brüchig wird, kann sich das auch in der Sexualität widerspiegeln.
Auf Beziehungsebene können Routinen, unausgesprochene Konflikte oder unterschiedliche Bedürfnisse nach Nähe und Autonomie wirksam sein. Viele Paare berichten, dass Sexualität im Alltag „nach hinten rutscht“, ohne dass dies bewusst entschieden wurde.
All das ist normal. Phasenweise kann Sexualität in Beziehungen auch oft komplett in den Hintergrund rücken. Sexualität verändert sich im Laufe des Lebens und in Beziehungen.